Berg-Ahorn

Eindrucksvoll, dominant, einzelgängerisch, ungestüm, wertvoll, edel, elastisch, zäh, musikalisch, reisend. So ist der Berg-Ahorn und das Holz, aus welchem die "Des Alpes" Skulpturen geschnitzt werden. Dem aufmerksamen Betrachter offenbart sich die eine oder andere Charaktereigenschaft in den Skulpturen, die aus diesem Holz geschnitzt sind.

Wie es sein Name sagt, gehört der Berg-Ahorn zur Gattung der Ahorne. 150 verschiedene Ahorn-Arten sind bekannt. Der Berg-Ahorn ist in seiner Jugend etwas ungestüm; er wächst sehr schnell. Das Wachstum lässt aber bereits relativ früh wieder nach.

Der Berg-Ahorn ist ein Bergbewohner. Er mag das kühl-feuchte Bergklima. Am häufigsten findet man ihn zwischen 900 und 1700 Metern über Meer. In den Zentralalpen wachsen Berg-Ahorne sogar bis fast auf 2000 Meter.

Das einfarbig-helle Holz des Berg-Ahorns ist hart und von guter Qualität. Es gilt als zäh, aber auch elastisch und zählt zu den Edel-Laubhölzern. Für qualitativ hochwertige Stämme können Preise von mehreren tausend Euro erzielt werden. Für den Stamm eines französischen Berg-Ahorns wurde schon über 61‘000 Euro bezahlt.

Schon die Pfahlbauer nutzten das Holz des Ahorns häufig, allerdings ist es nicht besonders witterungsfest. Auch als Klangholz für die Herstellung von Musikinstrumente (Streich- und Zupfinstrumenten, Fagott) wird es verwendet.

Aus dem Blutungssaft im Frühjahr wurde früher Zucker hergestellt. Auch most- oder weinähnliche Getränke daraus waren bekannt. Aus den Blüten des Berg-Ahorns wird Honig gewonnen. Zusammen mit Löwenzahn vermischt, ist er von exzellenter Qualität. Nicht für alle Lebewesen ist der Berg-Ahorn ein Genussmittel. Die reifen Früchte des Berg-Ahorns sind für Pferde hochgiftig. Isst ein Pferd davon, führt das innerhalb von drei Tagen zum Tod.

Und wer erinnert sich nicht an die Teilfrüchte des Berg-Ahorns, die sogenannten Flügel-Flieger? Lösen sie sich vom Baum, reisen sie schraubenartig dem Boden entgegen, drehen sich wie kleine Helikopter um sich selber und prägen so wohl manche Erinnerung an schöne Herbsttage. Werden die Flügel-Flieger vom Wind erfasst, können sie sogar grössere Entfernungen zurücklegen.

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