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Desalpes-Kunst
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Das Brandeisen „DES ALPES“

Die Geschichte beginnt am Anfang des 18 Jahrhunderts mit der schönen „Schifferin von Brienz“. Elisabeth Grossmann ruderte zur damaligen Zeit zahlreiche Touristen mit ihrem Schiff von Brienz aus zu den Giessbachfällen auf der anderen Seeseite.
Sie beeindruckte ihre Gäste nicht nur mit ihrer Freundlichkeit, sondern auch durch ihre einzigartige Schönheit.
Alle wollten von der schönen Schifferin gefahren werden, dadurch wurde sie zu der Touristenattraktion auf dem Brienzersee.
Die Touristen benannten Elisabeth sogar als „reine des batelières“ (Schiffahrtskönigin).  Zur damaligen Zeit wurde sie auch wiederholt gemalt und porträtiert. Die schöne Schifferin war die Attraktion zu Wasser.
Die Jahre auf dem Wasser prägten und begleiteten sie ihr ganzes Leben lang, auch als sie später mit ihrem Mann Peter Ritter das Stadthaus, ein Gasthof in Unterseen führte. Es kamen immer wieder Gäste, welche die schöne Schifferin von Brienz nochmals sehen wollten.
Am 20 März 1858 im Alter von 63 Jahren endete das Leben der Elisabeth Grossmann. Die schöne Schifferin hinterlässt zahlreiche Nachkommen und eine beeindruckende Lebensgeschichte.

Ihr Sohn Friedrich erbaute im Jahre 1866 auf dem St. Beatenberg das Hotel „Des Alpes“, das später von seiner Schwester Elisabeth geführt wurde.

Ende des 18 Jahrhunderts erwarben Adolf und Cecil Brunner-Ruf das Hotel Des Alpes und leiteten den Hotelbetrieb gemeinsam. Adolf litt an einer Herzschwäche und verstarb später an Herzversagen.
Seine hinterbliebene Frau Cecil führte das Hotel eigenständig weiter.
Später unterstützten Sohn Adolf und Tochter Cecil ihre Mutter, bei der Aufgabe, den Familienbetrieb aufrecht zu erhalten.
Um das Jahr 1930 übernahm Adolf den elterlichen Betrieb von seiner Mutter.
Mit seiner Frau Emma Stucki  führte er das Familienunternehmen weiter. Ihr erster Sohn wurde 1932 geboren. Bei der Geburt, des zweiten Sohnes 1941 verstarb Emma.
Der Verlust seiner Frau und das Ausbleiben der Gäste wegen des zweiten Weltkrieges zwangen Adolf Brunner-Stucki, den Hotelbetrieb aufzugeben und die Liegenschaft zu verkaufen.

Im  Jahre 1945 erwarben Dr. Karl und Adelinde Fleischmann das Hotel „Des Alpes“. Das Hotel wurde zum Kinderheim „Des Alpes“ für Notleidende Kinder aus den Kriegsgebieten von Europa. Mit Unterstützung des Roten Kreuzes gelang es, zahlreichen Kindern die Möglichkeit zu bieten, sich in einer intakten Umgebung von den Strapazen des Krieges körperlich und seelisch zu erholen. Sie selbst hatten zwei Töchter, Elisabeth und Edith Fleischmann

Im Jahre 1975 übernahmen Elisabeth Schwander-Fleischmann (die Tochter) mit ihrem Ehemann Andreas Schwander das Kinderheim und wandelten es in eine Privatschule namens „Alpen Internat“ um. Die Schule richtet sich an Kinder der Oberstufen. Die Schule wechselte im Jahre 1983 den Standort ins „Talblick“, das  „Des Alpes“ wurde als Standort aufgegeben.
Die Liegenschaft  „Des Alpes“ wurde aus dem Familienbesitz verkauft und es entstanden Eigentumswohnungen.

Im Jahre 1985 übernahmen Andreas und Edith Müller-Fleischmann, meine Eltern und Schwester von Elisabeth Schwander-Fleischmann, das „Alpen Internat“, es wurde in „Institut–Beatenberg“ umbenannt. Die Schule befindet sich bis heute am selben Standort und ist in Familienbesitz.

Das Brandeisen „DES ALPES“ kam zufällig oder auch nicht in meinen Besitz.
Ich beschloss auf jeden Fall, alle meine Holzskulpturen von nun an mit diesem geschichtsträchtigen Namen zu brandmarken.
Mit dem nicht genug, ich verwende den Namen DES ALPES als Label meiner künstlerischen Tätigkeit. Die Verbundenheit des Namens zu den Bergen und die darin enthaltene Kraft und Ruhe zugleich inspirierte mich, den Namen weiter zu verwenden.
Auch die emotionale Verbindung, den Namen weiter zu nutzen, liegt sicherlich an der Wertschätzung und Achtung gegenüber meinen Grosseltern, die mit ihrem Lebenswerk Grossartiges geleistet haben. Stets im Wissen, welche Verpflichtung dieses Brandeisen in sich trägt.

Bei meinen Nachforschungen fiel mir auch auf, dass der Name Elisabeth bei der Geschichte des Gebäudes immer wieder auftaucht. Die erstgeborene Tochter von Karl und Adelinde Fleischmann wurde auf den Namen Elisabeth getauft. Zufall?

Ab wann genau das Brandeisen verwendet wurde, ist mir leider nicht bekannt. Ob es von meinen Grosseltern stammt oder seit Generationen zum Inventar des Hotels gehörte, weiss ich nicht. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass bereits die schöne Schifferin von Brienz ihr Schiff mit diesem Brandeisen brandmarkte.....